Unsere Gebete

Das Kreuzzeichen

Wir machen es wie selbstverständlich zum Gebet und zu anderen Anlässen: Das Kreuzzeichen.

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.

Amen.

Hintergrund

Vater unser

Das Vaterunser ist das im Christentum am weitesten verbreitete Gebet, das Jesus Christus seine Jünger selbst gelehrt hat (vgl. Lukas 11, 1-4)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen. 

Hintergrund

Gegrüßet seist du, Maria

Viele Katholiken verehren die Mutter Gottes. Sie bitten sie um Fürsprache bei ihrem Sohn Jesus Christus. Maria ist für viele ein Vorbild im Glauben. Sie befolgt den Willen Gottes, nimmt großes Leid auf sich und weiß, wie es um uns bestellt ist, wenn wir selber unser Kreuz tragen müssen.

Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Amen.

Hintergrund

Weitere Gebete

Weitere Gebete und Hintergrundinformationen finden Sie auf katholisch.de.

Selbstverständlich können Sie aber auch in Ihren eigenen, frei formulierten Worten zu Gott beten.

"Unsere Gebete" auf katholisch.de

Was bedeutet Beten?

Die Serie „Katholisch für Anfänger" erklärt auf einfache und humorvolle Art zentrale Begriffe aus Kirche und Christentum. In dieser Folge geht es um Beten und die Bedeutung im christlichen Glauben.

Gebetsformen

Das Christentum kennt viele Gebetsformen. Wir beten zu Gott mit vorformulierten Texten als auch in frei formulierten Worten.

  • Im Gottesdienst: In fast allen Konfessionen gehört das Vaterunser zum Gottesdienst, entweder vom Liturgen oder gemeinsam gesprochen. Daneben gibt es je nach Konfession weitere liturgische Gebete, oft im Wechsel zwischen einzelnen und der Gemeinde, freie oder vorformulierte Gebete des Gottesdienstleiters oder gemeinsames freies Gebet der Gemeinde.
  • In Gruppen oder als Gebet des Einzelnen: Es gibt feststehende Gebetsformen, z. B. den Angelus in der katholischen Kirche, oder das Stundengebet. Im März gibt es jedes Jahr einen ökumenischen Weltgebetstag, an dem in einem Gottesdienst überall dieselben Texte gebetet werden können, die von Frauen eines bestimmten Landes zusammengestellt wurden. Die Deutsche Evangelische Allianz hält im Januar jeweils eine Gebetswoche und regelmäßige überkonfessionelle Gebetsabende, die reihum in den Gemeinden der Allianz stattfinden.
  • In der Familie: In vielen christlichen Familien sind Tischgebete üblich, ebenso gibt es das Nachtgebet mit den Kindern. Gemeinsame Familienandachten sind heute eher selten. In manchen Familien werden die Herrnhuter Losungen oder eines christlichen (Kinder-)Kalenders wie z. B. die „Helle Straße“ vorgelesen, andere Familien beten zusammen die Komplet des Stundengebets oder den Rosenkranz.
  • Kindergebete: meist in Reimform formulierte Gebete wie z. B.: „Ich bin klein, mein Herz mach (ist) rein, soll niemand darin wohnen als Jesus (Gott) allein.“ Doch beten Kinder oft auch selbst formulierte Gebete.
  • Tischgebete
  • Morgen- und Abendgebete dienen dazu, den Tag mit Gott zu beginnen und zu beschließen. Eine besondere Form des Abendgebetes ist der Alpsegen oder Betruf.
  • Bibeltextbeten: Hierbei werden Bibeltexte, vorwiegend die Psalmen aus dem AT oder Gebete aus den Briefen des NT, im Wortlaut oder in eigene Worte übertragen als Gebet an Gott rezitiert. Zu den bekanntesten Bibeltextgebeten gehören das Benedictus, das Magnifikat und das Nunc dimittis, die auch im Stundengebet täglich gesungen werden.
  • Gebetslieder wurden schon zu biblischer Zeit gesungen und sind in den Psalmen überliefert. Lobpreisungen sind an Gott gerichtete Lieder, die ihn, seine Eigenschaften und Taten preisen.
  • Thematische Gebete: Es gibt ebenfalls zahlreiche Gebetsgruppen, darunter auch solche, die für besondere Anliegen beten, etwa Friedensgebete.
  • Ewige Anbetung (Ewiges Gebet) vor dem in der Monstranz ausgesetzten Altarsakrament ist eine alte Tradition der katholischen Kirche. Sie wird praktiziert von kontemplativen Ordensgemeinschaften und von Pfarrgemeinden. Viele Diözesen haben das Ewige Gebet über ein Jahr auf die Kirchengemeinden des Bistums verteilt.
  • Persönliches Gebet des Einzelnen: Hier reicht das Spektrum von einem Vaterunser vor dem Einschlafen über eine tägliche Stille Zeit, das Beten des Stundengebets (ganz oder einzelne Horen) oder des Rosenkranzes bis zu völlig freiem Gebet.
  • Betrachtendes Gebet: ein meditatives, suchendes Gebet. Nach katholischem Verständnis bedeute es auch das Erinnern an das, was Gott an Gutem im Leben des Betenden getan habe, eine „Haltung der Sammlung, der inneren Stille anzunehmen, um nachzudenken und die Geheimnisse unseres Glaubens und das, was Gott in uns wirkt, in uns aufzunehmen“. Als Beispiel wird das Beten des Rosenkranzes genannt.

Quelle: Wikipedia "Gebet#Gebetsformen", abgerufen am 3.10.2016

Gebetshaltung

Beten ist nicht an bestimmte Worte, Haltungen und Orte gebunden. Im Matthäusevangelium kritisiert Jesus ein öffentlich zur Schau gestelltes, wortreiches Beten als heuchlerisch.

In der Kirche wird meistens stehend (Ausdruck des Respekts) oder kniend (Ausdruck der Anbetung) gebetet. Typisch für das christliche Beten der Alten Kirche ist das freie, selbstbewusste Stehen vor Gott mit geöffneten Armen, erhobenen Händen und Augen (Orantenhaltung). Das Ausstrecken der Arme im Gebet stammt aus dem vorchristlichen Mittelmeerraum und Orient, es geht auf die Körperhaltung der Bettler zurück.

In der katholischen Kirche nimmt der Zelebrant die Orantenhaltung ein, wenn er die Amtsgebete (Tagesgebet, Gabengebet, Schlußgebet) spricht, in manchen Gemeinden tun dies auch die Mitfeiernden beim Beten des Vaterunsers. Diese Gebetshaltung wird häufiger von Christen der charismatischen Bewegung oder der Pfingstbewegung praktiziert.

In späterer Zeit wurde im Abendland das Falten der Hände üblich. Diese Geste soll verdeutlichen, dass sich der Beter nur auf Gott konzentriert und nicht mit anderen Dingen beschäftigt ist. Die aneinander gelegten offenen Handflächen entsprechen der Haltung bei der Huldigung des Lehnsherren im mittelalterlichen Feudalsystem; diese Form wird etwa seit dem 11. Jahrhundert praktiziert. Das Gebet mit verschränkten Fingern kam erst in der Reformation auf. Daneben gibt es noch seltenere, ältere Formen, wie das Kreuzen der Hände vor der Brust.

Katholische Christen beginnen und beenden das persönliche Gebet oft mit dem Kreuzzeichen und den der Taufformel entnommenen Worten „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Auch zum persönlichen Gebet entzünden Christen gern eine Kerze als Zeichen der Sammlung oder der Hoffnung. Der Brauch, vor einem Kreuz oder einem Gnadenbild in einer Kirche eine Kerze anzuzünden, soll das Gebet für einen anderen Menschen oder für ein persönliches Anliegen versinnbildlichen.

Quelle: Wikipedia "Gebet#Gebetshaltung", abgerufen am 3.10.2016